Kirchenführer St. Michael Schönkirch


Die Schlosskirche St. Michael in Schönkirch, die in den örtlichen Reiseführern, Büchern, und Veröffentlichungen der Denkmalpflege aufgeführt ist, wurde um 1188 im romanischen Stil errichtet. Sie ist einschiffig gewölbt mit ehemals profanem Obergeschoss. Im Ostturm ein wenig eingezogener quadratischer Chor mit gratigem Kreuzgewölbe. Es handelt sich hier um eine Chorturmkirche. Das Langhaus umfasst zwei Joche mit gratigen Kreuzgewölben zwischen einem Mittelgurtbogen. An der Ostseite des Chors ist ein schmales romanisches Rundbogenfensterchen erhalten.

Ursprünglich zwei bewohnbare Obergeschosse und ein wesentlich höherer Turm sind aus einer Zeichnung mit Grundrissplänen ersichtlich. Wegen Baufälligkeit wurden das zweite Obergeschoss und der Turm in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entsprechend abgetragen. Die frühere Eingangstür an der Südseite wurde an die Westseite mittels eines Vorbaus verlegt.

Besonderheiten

  • Um 1700 Einbau von Stuhlwangen mit Rahmenwerk.
  • Um 1720 datiert ein wertvoller, selten anzutreffender Akanthus-Altar* mit hervorragend geschnitzter Kreuzigungsgruppe und seitlichen Apostelfiguren, Petrus und Paulus.
  • Vergoldung um 1733.
  • Altes Ziegelpflaster mit Fischgrätenmuster.
  • An der Rückseite Empore mit Orgel.